← Zurück zum Assessment
S&OP / IBP HEALTH CHECK · BEISPIELREPORT · FIKTIVE DATEN

Executive Health Report

Planungssteuerung · Execution Discipline · Managementrisiko · 90-Tage-Verbesserungspfad

Muster Industrial GmbH · Industrial Manufacturing · Beispiel-Assessment DEMO-SOP-2026

Overall Health50 / 100
Portfolio-StatusInstabil
Höchstes RisikoInventory & Working Capital
Stärkster BereichData & Systems
01 · EXECUTIVE SUMMARY

Management-Einordnung

Overall Health50/100Instabil
Management-FokusZuerst stabilisierenInventory · S&OE · Performance
EntscheidungsprinzipEine AgendaKeine sieben Einzelprojekte starten
90 DaysStabilize → IntegrateWiederholbares Planungssystem

Das Planungssystem funktioniert in Teilen, weist jedoch wesentliche Schwächen auf. Das Management sollte Inventory & Working Capital und S&OE zuerst stabilisieren, stärkere Routinen schützen und Verbesserungen über wenige verbindliche Prioritäten sequenzieren.

Entscheidungsprinzip: Eine integrierte Operating Agenda nutzen, die Demand, Supply, S&OP, S&OE, Inventory, Data und Performance Discipline miteinander verbindet.

02 · WHAT THE SCORE MEANS

Gemeinsamer Portfolio-Status und Managementreaktion

80–100LeistungsfähigStandards sichern und gezielt optimieren.
60–79EntwickeltStärken sichern und ausgewählte Lücken schließen.
40–59InstabilManagement braucht einen klaren Stabilisierungsplan.
0–39KritischSofort stabilisieren und klare Owner benennen.

Aktuelle Beispielposition: 50/100 · Instabil. Der Score ist eine strukturierte Management-Diagnose, keine finanzielle oder operative Garantie.

03 · HEALTH DASHBOARD

Sieben Management-Dimensionen

Demand PlanningEntwickelt63
Supply & Capacity PlanningInstabil44
Inventory & Working CapitalKritisch38
S&OP / IBP GovernanceEntwickelt63
S&OE / Short-Term ExecutionKritisch38
Data & SystemsEntwickelt63
Performance & Management DisciplineKritisch38
04 · TOP 5 MANAGEMENT PRIORITIES

Die fünf Themen, die das Management zuerst angehen sollte

Die Prioritätsreihenfolge verbindet Score, Business Impact und Dringlichkeit und ist deshalb vom Portfolio-Status getrennt.

1 · Inventory & Working CapitalPRIORITÄT 1

Bestandsrichtlinien und Parameter neu kalibrieren

Statische Sicherheitsbestände und undifferenzierte Bestandsregeln können Working Capital erhöhen, ohne den Service zuverlässig zu schützen.

0–30Bestandsreichweite, E&O, Stock-outs und kritische Planungsparameter nach Segment baselinefähig machen.
31–60Sicherheitsbestands- und Wiederbeschaffungslogik für priorisierte Segmente neu setzen.
61–90Inventory-Entscheidungen mit Service-, Demand- und Supply-Risiken in S&OP integrieren.
2 · S&OE / Short-Term ExecutionPRIORITÄT 2

Verbindliche S&OE-Cadence etablieren

Ohne verbindliche Exception-Cadence werden Backlog, Fehlteile und Kundenrisiken durch wiederkehrendes Firefighting und Ad-hoc-Eskalationen gesteuert.

0–30Regelmäßiges S&OE mit Backlog, Shortage, Constraints und Customer Risk starten.
31–60Eskalationsschwellen, Decision Rights und Exception Ownership definieren.
61–90Exception Closure Time, Repeat Escalations und Übergabe struktureller Themen in S&OP messen.
3 · Performance & Management DisciplinePRIORITÄT 3

KPI- und Maßnahmen-Disziplin schärfen

KPIs ohne Ownership und Closure-Disziplin erzeugen Reporting-Aktivität statt nachhaltiger Performanceverbesserung.

0–30KPI-Definitionen, Owner, Schwellenwerte und Action-Tracking bestätigen.
31–60Closure-Kriterien, Overdue Escalation und Effectiveness Checks einführen.
61–90Trend Recovery prüfen und wiederkehrende Ursachen eliminieren.
4 · Supply & Capacity PlanningPRIORITÄT 4

Constraints und Kapazität sichtbar machen

Verdeckte Constraints und unklare Kapazitätsannahmen können zu nicht machbaren Plänen, später Eskalation und instabilen Produktionsplänen führen.

0–30Kapazitäts- und Constraint-Baseline für kritische Ressourcen erstellen.
31–60Freeze Zones, Eskalationsschwellen und Szenarioregeln definieren.
61–90Constraint-basierten Pilot durchführen und Schedule Adherence, Throughput und Plan Stability messen.
5 · Demand PlanningPRIORITÄT 5

Demand Baseline stabilisieren

Konkurrierende Bedarfsannahmen, Forecast Bias und schlecht gesteuerte Events können Bestand, Fehlmengen und Planungsrauschen erhöhen.

0–30Eine Demand Baseline schaffen, Accuracy/Bias segmentieren und Event-Input-Kalender etablieren.
31–60Exception Thresholds und Ownership für systematischen Bias einführen.
61–90Demand-Annahmen und Risiken in den S&OP Decision Cycle integrieren.
05 · MANAGEMENT ALERTS / RED FLAGS

Was jetzt Aufmerksamkeit benötigt

Red Flags sind eine separate Management-Risikosicht. Sie werden durch kritische Antwortmuster ausgelöst und nach Schweregrad, Business Impact und Dringlichkeit priorisiert; der Health Score wird dadurch nicht verdeckt verändert.

01 · Kritisch

Inventory & Working Capital

38/100 · Sofortige Stabilisierung und benannter Management-Owner erforderlich.

02 · Kritisch

S&OE / Short-Term Execution

38/100 · Wiederkehrendes Firefighting durch verbindliche Exception-Steuerung ersetzen.

03 · Kritisch

Performance & Management Discipline

38/100 · Ownership, Closure und Wirksamkeitsprüfung stärken.

06 · DEEP DIVE 1 · DIMENSION ANALYSIS

Was die Scores bedeuten und was als Nächstes zu tun ist

DimensionScoreManagement-EinordnungEmpfohlene Richtung
Inventory & Working Capital38Bestand muss als Folge von Servicezielen, Variabilität, Lead Time und Risiko gesteuert werden – nicht als isoliertes Lagerziel.Bestandsregeln und Parameter neu setzen, E&O sichtbar machen und Inventory-Entscheidungen in S&OP integrieren.
S&OE / Short-Term Execution38S&OE ist der kurzfristige Regelkreis, der den Plan in Entscheidungen übersetzt.Verbindliche Exception-Cadence mit Schwellenwerten, Ownern und Closure etablieren.
Performance & Management Discipline38Ein gesundes Managementsystem verbindet Abweichung mit Entscheidung, Owner, Termin, Closure und Wirksamkeit.KPI-Ownership und Maßnahmen-Disziplin schärfen.
Supply & Capacity Planning44Der Plan muss reale Constraints und sichtbare Engpasskapazität abbilden.Constraints sichtbar machen, Freeze Zones definieren und Szenario-Piloten durchführen.
Demand Planning63Demand Planning sollte eine abgestimmte Baseline liefern und Unsicherheit explizit machen.Eine Demand Baseline, Accuracy/Bias und Event Inputs stabilisieren.
S&OP / IBP Governance63S&OP sollte als Management-Entscheidungssystem mit klaren Inputs, Szenarien und Decision Rights funktionieren.Review-Outputs, Decision Log, RACI und Finance-Integration klären.
Data & Systems63Management braucht eine vertrauenswürdige Planungssicht und Nachvollziehbarkeit wesentlicher Planänderungen.Data Ownership festlegen, unkontrollierte Spreadsheets reduzieren und Traceability verbessern.
07 · CRITICAL MANAGEMENT RISKS

Wo aktuelle Schwächen das Geschäft treffen können

Inventory & Working Capital

Statische Bestandsregeln können Kapitalbindung erhöhen und trotzdem den Service nicht zuverlässig schützen.

S&OE

Ohne verbindliche Exception-Steuerung werden Kundenrisiken durch wiederkehrendes Firefighting bearbeitet.

Supply & Capacity

Verdeckte Constraints können nicht machbare Pläne, Premium Freight und Schedule Instability erzeugen.

Demand Planning

Unkontrollierter Bias und Event Inputs können unnötigen Bestand, Fehlmengen und Planungsrauschen erzeugen.

08 · 30-DAY STABILIZATION PLAN

Stabilize · Standardize · Integrate

Tage 0–10Stabilize
  • Bestandsrichtlinien und Parameter resetten
  • Verbindliche S&OE-Cadence etablieren
  • Owner, KPI-Baseline und Eskalationsschwellen bestätigen
Tage 11–20Standardize
  • KPI- und Maßnahmen-Disziplin schärfen
  • Constraints und Kapazität sichtbar machen
  • Review-Cadence und Decision Rights definieren
Tage 21–30Integrate
  • Demand Baseline stabilisieren
  • Ersten integrierten Management-Cycle durchführen
  • Strukturelle Themen in die 90-Tage-Roadmap übergeben

Day-30 Gate: Top-Risiken transparent, Owner benannt, KPI-Baseline abgestimmt, Decision-Cadence aktiv und 60-Tage-Backlog freigegeben.

09 · 90-DAY IMPROVEMENT ROADMAP

Von Stabilisierung zu einem wiederholbaren Planungssystem

0–30Steuerung stabilisieren

Risiken, Constraints, Ownership und Kern-KPIs sichtbar machen. Verbindliche S&OE- und Action-Management-Routinen etablieren.

31–60Entscheidungen standardisieren

Planungsregeln, Review-Standards, Freeze Zones, Decision Rights, Parameter Ownership und Szenariologik definieren.

61–90System integrieren

Demand, Supply, Inventory, S&OP und S&OE über eine gemeinsame Management-Cadence und ein KPI-Cockpit verbinden.

10 · 12-MONTH TRANSFORMATION ROADMAP

Vier Phasen von Stabilisierung zu skalierter Planungsdisziplin

PhaseManagementzielKern-DeliverablesExit-Kriterium
Q1 · StabilisierenTransparenz und verbindliche Steuerung herstellenS&OE Cadence · KPI Baseline · Inventory Segmentation · Constraint Map · Decision LogTop-Risiken besitzen Owner, Schwellenwerte und eine messbare Baseline
Q2 · StandardisierenGemeinsame Regeln, Rollen und Review-Standards definierenDemand Baseline · Freeze Zones · Parameter Ownership · RACI · Scenario StandardsRegeln sind freigegeben, pilotiert und im Monatszyklus genutzt
Q3 · IntegrierenPlanung, Ausführung und Finance verbindenIntegrated Reviews · Financial Reconciliation · Exception Cockpit · Capacity ScenariosEine Entscheidungsagenda verbindet Demand, Supply, Inventory und finanzielle Wirkung
Q4 · OptimierenWirksamkeit skalieren und wiederholbare Arbeit automatisierenForecast Value Add · Automated Reporting · Advanced Scenarios · Continuous ImprovementTrends verbessern sich, Wiederholungsausnahmen sinken und Nutzen ist Finance-validiert

Die fiktiven Prioritäten zeigen die Arbeitspakete, Verantwortlichen, Nachweise und Freigaben des individuellen bezahlten Reports. Die tatsächliche Reihenfolge folgt Ihren Antworten.

Monate 1–3 · Baseline stabilisieren

Verantwortlich: COO, S&OP-Leitung, Finance und Operations

Arbeitspakete: Nachfrage, Kapazität, Rückstand und Bestand zum gleichen Stichtag abstimmen. Das erste Risikofeld Inventory & Working Capital in einer Produktfamilie pilotieren. Sicherheitsbestände, überalterte Artikel und offene Verpflichtungen zusammen mit OTIF und Fehlmengen prüfen; wöchentliches S&OE für Ausnahmen mit Ownern und Terminen einrichten.

Nachweis: Freigegebene Bestands- und Servicebaseline, Engpasskarte, Entscheidungsprotokoll und Pilot-Maßnahmenliste.

Freigabeentscheidung: Das Management gibt die Ausweitung erst nach Prüfung von Datenqualität und Lieferschutz frei.

Monate 4–6 · Steuerung standardisieren

Verantwortlich: Demand und Supply Planning, Vertrieb und Einkauf

Arbeitspakete: Bewährte Regeln auf weitere Segmente übertragen. Schwellen für Forecast-Bias und Planstabilität setzen, Dispositionsparameter und Freeze-Zonen prüfen und kurzfristige S&OE-Eskalationen mit dem monatlichen S&OP-Entscheidungspaket verbinden. Versorgungsszenarien gegen tatsächliche Engpasskapazität und Lieferantenverpflichtungen testen.

Nachweis: Versionierte Planungsannahmen, genehmigte Parameter, Szenariopaket und Trend zum Maßnahmenabschluss.

Freigabeentscheidung: Das Executive S&OP gibt den nächsten Umfang nur bei machbarer Versorgung und geschütztem OTIF frei.

Monate 7–9 · Entscheidungen und Finance verbinden

Verantwortlich: S&OP-Leitung, Produktmanagement, Finance und Operations

Arbeitspakete: Kundenprioritäten, Kapazitätsalternativen sowie Überbestands- und Fehlmengenrisiken in einem Szenario je Produktfamilie prüfen. Das dritte Risikofeld Performance & Management Discipline über Entscheidungsabschluss und Wirksamkeitschecks verfolgen. Finance trennt physischen Bestandsverlauf, tatsächlich verkaufte Mehrmengen und vermiedene Ausgaben vor der Validierung finanzieller Effekte.

Nachweis: Dokumentierte Zielkonflikte, Bestands- und Serviceüberleitung, Wirkungsregister und abgeschlossene überfällige Entscheidungen.

Freigabeentscheidung: Das Steering entscheidet über Portfolio, Beschaffung und Kapazität mit klaren Service- und Investitionsgrenzen.

Monate 10–12 · Wirkung sichern und neu priorisieren

Verantwortlich: Executive Sponsor, Prozesseigner, IT und Finance

Arbeitspakete: Datenverantwortung, Parameterkontrollen, Ausnahmeschwellen und Review-Routinen in Arbeitsstandards und Systemen verankern. Abgeschlossene Maßnahmen auditieren, KPI-Trends mit der datierten Baseline vergleichen und negative Service- oder Cash-Effekte aufklären. Assessment mit vergleichbarem Umfang wiederholen und Folgejahresprioritäten vereinbaren.

Nachweis: Auditfähiger Betriebsstandard, 12-Monats-KPI-Verlauf, eigenständige Finance-validierte Effekte und nächste Verbesserungsagenda.

Freigabeentscheidung: Das Management nimmt den Standard erst ab, wenn Verbesserungen über mehrere Reviews stabil bleiben.

11 · KPI FRAMEWORK

Minimales Management-Cockpit

KPIDimensionCadenceOwnerManagementfrage
Forecast AccuracyDemand PlanningMonatlichDemand PlanningWie belastbar ist die Demand Baseline?
Forecast BiasDemand PlanningMonatlichDemand PlanningPlanen wir systematisch über oder unter Bedarf?
OTIFS&OEWöchentlichSCM / OperationsWerden Kundenversprechen eingehalten?
Backlog / AgingS&OETäglich / WöchentlichSCM / Customer ServiceWo steigt das Kundenrisiko?
Inventory Days / CoverageInventoryWöchentlichPlanning / FinanceWie viel Cash ist gebunden und warum?
Schedule AdherenceSupply PlanningTäglich / WöchentlichOperationsSetzen wir den freigegebenen Plan um?
Plan StabilitySupply PlanningWöchentlichPlanningWie stark verändern wir den Plan?
Exception Closure TimeS&OEWöchentlichSCM / PlanningWie schnell schließen wir relevante Exceptions?
Decision Closure RateS&OP GovernanceMonatlichLeadership TeamWerden S&OP-Entscheidungen termingerecht umgesetzt?
Action Closure RatePerformanceWöchentlichLeadership TeamWerden Maßnahmen tatsächlich geschlossen und wirksam?
12 · GOVERNANCE & REVIEW CADENCE

Empfohlener Management-Rhythmus

ForumCadencePrimärer FokusOwnerErforderlicher Output
S&OE / Execution ReviewWöchentlich, instabil ggf. 2–3× pro WocheBacklog, Fehlteile, Constraints, KundenrisikoOperations / SCMExceptions entschieden oder eskaliert, mit Owner und Termin
Demand ReviewMonatlichDemand Baseline, Forecast Accuracy, Bias, Events und AnnahmenDemand Planning / SalesEin abgestimmtes Demand-Bild und dokumentierte Risiken
Supply ReviewMonatlichKapazität, Constraints, Materialverfügbarkeit, Inventory und SzenarienSupply Planning / OperationsMachbare Supply-Szenarien und Trade-offs
Pre-S&OP / ReconciliationMonatlichFunktionsübergreifende Gaps, Szenarien, Financial ImpactHead of SCM / FinanceVorbereitete Entscheidungen für Executive S&OP
Executive S&OP / IBPMonatlichService-, Cash-, Cost-, Capacity- und Risk-Trade-offsCOO / Executive TeamVerbindliche Entscheidungen, Owner und Due Dates
KPI & Action ReviewWöchentlich / MonatlichAbweichungen, Maßnahmen, Overdues und WirksamkeitLeadership TeamGeschlossene Maßnahmen und validierte Recovery
13 · EXPECTED BUSINESS OUTCOMES

Was sich verbessern sollte, wenn die Maßnahmen greifen

Erwartete Richtungen, keine Garantie. Die tatsächliche Wirkung hängt von Ausgangslage, Markt, Datenqualität, Ressourcen und Umsetzungsdisziplin ab.

Customer & ServiceVerlässlichere Zusagen, frühere Risikosicht und weniger vermeidbare Eskalationen.
Working CapitalBessere Bestandssegmentierung, Parameterdisziplin und E&O-Transparenz.
Planning StabilityWeniger unnötige Planänderungen und realistischere Supply-Pläne.
Decision SpeedSchnellere funktionsübergreifende Trade-offs mit klaren Decision Rights.
Execution DisciplineKürzere Exception Closure Time und weniger Wiederholungsekalationen.
Management TransparencyEin faktenbasiertes Cockpit, das Demand, Supply, Inventory, Constraints, Actions und Outcomes verbindet.
14 · MANAGEMENT AGENDA & DECISIONS

60–90 Minuten Executive Decision Review

  1. Top-Prioritäten bestätigen: Welche 2–3 Probleme lösen wir zuerst verbindlich?
  2. KPI-Baseline festlegen: Welche Ausgangswerte brauchen wir innerhalb von zwei Wochen?
  3. Decision Rights klären: Welche Entscheidungen sind unklar, zu langsam oder werden wiederholt eskaliert?
  4. S&OE-Cadence freigeben: Welche operativen Themen müssen wöchentlich oder häufiger geprüft werden?
  5. Owner und Day-30 Gate festlegen: Wer verantwortet jede Maßnahme und was muss nach 30 Tagen sichtbar besser sein?
15 · METHODOLOGY & USE

Hinweis zur Nutzung

Dieser Beispielreport ist eine strukturierte Management-Diagnose, kein Audit und keine finanzielle oder operative Garantie. Alle Unternehmens- und Assessmentdaten sind fiktiv. Der reale Executive Health Report nutzt die tatsächliche Evidenzbasis aus 28 Fragen und sollte – wo relevant – gegen Finanzdaten, vertragliche Verpflichtungen, technische Restriktionen, regulatorische Anforderungen und standortspezifische Bedingungen validiert werden.

16 · ANSWER APPENDIX

Beispielhafte Evidenz zu allen 28 Fragen

Alle Antworten und Evidenzhinweise sind fiktiv und zeigen, wie Einzelantworten die Management-Diagnose stützen.

QDimensionBeispielantwortEvidenz / Management-Implikation
01Demand PlanningEine abgestimmte Baseline existiert; regionale Overrides werden nicht durchgängig protokolliert.Baseline-Ownership ist vorhanden; Traceability und Override-Disziplin müssen gestärkt werden.
02Demand PlanningForecast Accuracy wird monatlich auf Produktfamilienebene geprüft.Die Kennzahl existiert, SKU-/Kundensegmentierung ist jedoch unvollständig.
03Demand PlanningForecast Bias ist sichtbar, besitzt aber keine verbindliche Korrekturregel.Systematischer Optimismus kann Überbestand erzeugen.
04Demand PlanningPromotions und Kundenereignisse werden über Spreadsheets eingebracht.Event-Annahmen brauchen einen gesteuerten Kalender und benannte Owner.
05Supply & CapacityKritische Arbeitsplätze sind bekannt; Kapazitätsannahmen variieren nach Planer.Eine gemeinsame Constraint-Baseline und ein freigegebener Kapazitätskalender fehlen.
06Supply & CapacityLieferantenengpässe werden bei auftretenden Fehlteilen eskaliert.Der Prozess ist reaktiv statt szenariobasiert.
07Supply & CapacityFreeze Zones werden uneinheitlich genutzt.Planänderungen erzeugen Instabilität und Zusatzkosten.
08Supply & CapacitySzenarien werden für größere Ausnahmen manuell erstellt.Szenariostandards und Entscheidungsschwellen sind erforderlich.
09Inventory & Working CapitalSicherheitsbestände sind überwiegend statisch.Parameter sind nicht ausreichend mit Variabilität und Servicezielen verknüpft.
10Inventory & Working CapitalE&O wird quartalsweise überprüft.Frühere Segmentierung und Maßnahmen-Ownership sind notwendig.
11Inventory & Working CapitalBestandsziele werden auf Unternehmensebene aggregiert.Segmentökonomie und Service-Trade-offs bleiben verborgen.
12Inventory & Working CapitalDispositionsparameter werden ad hoc verändert.Parameter-Ownership und ein kontrollierter Review-Zyklus fehlen.
13S&OP / IBP GovernanceEin monatliches Review mit funktionsübergreifender Teilnahme existiert.Die Cadence steht, die Entscheidungsqualität schwankt jedoch.
14S&OP / IBP GovernanceInputs sind verfügbar, aber nicht immer vor dem Meeting eingefroren.Späte Inputs reduzieren Szenarioqualität und Entscheidungsreife.
15S&OP / IBP GovernanceDecision Rights sind teilweise dokumentiert.Wiederholte Eskalationen zeigen unklare Befugnisse.
16S&OP / IBP GovernanceFinance nimmt überwiegend am Executive Review teil.Frühere finanzielle Abstimmung würde Trade-offs verbessern.
17S&OEBacklog und Fehlteile werden mehrmals pro Woche geprüft.Die Frequenz ist hoch, Exception-Schwellen sind jedoch uneinheitlich.
18S&OEKundenrisiken werden über lokale Routinen eskaliert.Eine verbindliche Risikosicht und Closure-Regel fehlen.
19S&OEMaßnahmen besitzen Owner, Termine werden jedoch häufig verschoben.Closure-Disziplin und Overdue-Eskalation sind schwach.
20S&OEStrukturelle Themen werden nicht konsequent in S&OP überführt.Firefighting wiederholt sich, weil Ursachen außerhalb der Monatsagenda bleiben.
21Data & SystemsERP-Daten bilden die Basis und werden durch lokale Spreadsheets ergänzt.Eine vertrauenswürdige Planungssicht besteht nur teilweise.
22Data & SystemsMaster-Data-Ownership ist für Kernfelder definiert.Exception Handling und Qualitätsmonitoring sind unvollständig.
23Data & SystemsWesentliche Planänderungen können manuell rekonstruiert werden.Automatisierte Traceability ist begrenzt.
24Data & SystemsReports werden regelmäßig mit manueller Konsolidierung erstellt.Automatisierung kann Latenz und Abstimmaufwand reduzieren.
25Performance & DisciplineKern-KPIs werden monatlich überprüft.Definitionen und Schwellenwerte sind nicht vollständig standardisiert.
26Performance & DisciplineDie meisten KPIs besitzen benannte Owner.Owner benötigen klare Decision Rights und Reaktionsregeln.
27Performance & DisciplineMaßnahmen werden in mehreren Werkzeugen verfolgt.Ein Action Log mit Closure-Kriterien ist erforderlich.
28Performance & DisciplineWirksamkeit wird nach größeren Maßnahmen besprochen.Ein wiederholbarer Nutzen- und Wirksamkeitscheck fehlt.
17 · VOLLSTÄNDIGER FRAGENKATALOG

Alle 28 Assessment-Fragen

Dies ist der Wortlaut des aktuellen S&OP-/IBP-Assessments. Die Beispielevidenz in Kapitel 16 ist fiktiv. Im persönlichen Executive Report zeigt der Antwortanhang die tatsächlichen Fragen und Ihre gespeicherten Bewertungen.

QDimensionAssessment-Frage
1AbsatzplanungGibt es eine zwischen Vertrieb, SCM und Finanzen abgestimmte Absatzplanung?
2AbsatzplanungWird die Prognosegenauigkeit regelmäßig nach Produkt, Kunde oder Segment gemessen?
3AbsatzplanungWerden systematische Prognoseabweichungen transparent gemacht und aktiv korrigiert?
4AbsatzplanungFließen Aktionen, Produkteinführungen, Ausschreibungen und Sonderereignisse strukturiert in die Planung ein?
5Versorgungs- und KapazitätsplanungWerden Versorgungsengpässe im Planungsprozess ausdrücklich berücksichtigt?
6Versorgungs- und KapazitätsplanungSind verfügbare Kapazitäten nach Standort, Linie oder kritischer Ressource transparent?
7Versorgungs- und KapazitätsplanungWerden Material- und Kapazitätsengpässe so früh erkannt, dass Gegenmaßnahmen möglich sind?
8Versorgungs- und KapazitätsplanungSind Planungshorizonte und verbindliche Fixierungszeiträume klar definiert und werden sie eingehalten?
9Bestände und Working CapitalWerden Bestandsziele nach Serviceanforderung und Schwankungsbreite differenziert?
10Bestände und Working CapitalWerden Sicherheitsbestände und Planungsparameter regelmäßig überprüft?
11Bestände und Working CapitalWerden Überbestände und nicht mehr benötigte Bestände aktiv bearbeitet?
12Bestände und Working CapitalWird die Bestandsentwicklung gemeinsam mit Service- und Nachfragerisiken bewertet?
13S&OP-/IBP-SteuerungSind Demand Review, Supply Review und Executive S&OP klar strukturiert?
14S&OP-/IBP-SteuerungSind alle relevanten Funktionen verlässlich in den Prozess eingebunden?
15S&OP-/IBP-SteuerungWerden Szenarien und Zielkonflikte vor den Entscheidungen der Geschäftsleitung aufbereitet?
16S&OP-/IBP-SteuerungWerden S&OP-Entscheidungen mit Verantwortlichem, Termin und erwarteter Geschäftswirkung dokumentiert?
17S&OE / kurzfristige operative SteuerungGibt es einen regelmäßigen S&OE-Prozess zur Bearbeitung kurzfristiger Abweichungen?
18S&OE / kurzfristige operative SteuerungWerden Auftragsrückstände, Fehlmengen, Kapazitätsengpässe und Kundenrisiken ausreichend häufig geprüft?
19S&OE / kurzfristige operative SteuerungSind Eskalationsschwellen und Entscheidungsbefugnisse klar festgelegt?
20S&OE / kurzfristige operative SteuerungWerden Abweichungen durch verbindliche Entscheidungen und Maßnahmen abgeschlossen?
21Daten und SystemeArbeiten alle Funktionen mit einer einheitlichen Datenbasis für Absatz, Versorgung und Bestände?
22Daten und SystemeSind die Planungsdaten für Entscheidungen ausreichend genau und aktuell?
23Daten und SystemeIst manuelle Tabellenarbeit auf klar geregelte Ausnahmefälle begrenzt?
24Daten und SystemeKönnen Planung und Management nachvollziehen, warum ein Plan geändert wurde?
25Leistungssteuerung und Management-DisziplinSind die wesentlichen S&OP-/IBP-Kennzahlen eindeutig definiert und Verantwortlichen zugeordnet?
26Leistungssteuerung und Management-DisziplinWerden Abweichungen mit konkreten Korrekturmaßnahmen verknüpft?
27Leistungssteuerung und Management-DisziplinWerden Maßnahmen bis zum Abschluss nachverfolgt und auf Wirksamkeit geprüft?
28Leistungssteuerung und Management-DisziplinGreift das Management frühzeitig ein, wenn sich Kennzahlen verschlechtern?